Wir alle kennen die Bilder von Schwarzen Hoodies, Bildschirmen mit zeilenweise grüner Schrift und Anonymous-Masken. Doch wie viel von dem entspricht der Wahrheit und wer sind diese Leute die sich „Hacker*innen“ nennen? Dieser Vortrag gibt einen kleinen Einblick in die Grundlagen, Philosophie, Moralität, Kultur und Praxis des Hackings.
Alter der TeilnehmerInnen: Oberstufe und Erwachsene
Kurzbeschreibung: Der „confirmation Bias“ – die Tendenz, Informationen, welche die eigene Ansicht belegen, eher zu glauben – ist allgemein bekannt. Er macht aber nur einen kleinen Teil des riesigen Spektrums an Angewohnheiten aus, mit denen wir uns selbst täglich davon abhalten, klarer zu denken und der Wahrheit näher zu kommen. In diesem Vortrag möchte ich eine Einführung in den Themenkomplex „Rationality“ geben, der sich mit der Identifizierung und Überwindung von fehlerhaften Denkmustern befasst und Anwendungen von der Wissenschaft bis ins persönliche Leben findet.
Referentin: Dr. Anja Hermans – Deutsches Klimarechenzentrum Hamburg
Alter der TeilnehmerInnen: Oberstufe
Kurzbeschreibung:
Das eigens für die Schule aufbereitete Klimamodell „MSCM“ (Monash Simple Climate Model) wird vorgestellt. Dieses Klimamodell bietet zahlreiche Möglichkeiten, Zusammenhänge im Klimasystem forschend zu entdecken. Die Erde kann z.B. in Science Fiction-Planeten aus dem Film „Star Wars“ umgewandelt werden, aber vor allem können auch Experimente mit plausibleren Zukunftsszenarien durchgeführt werden. Beispielhaft wird sich mit der markanten Rolle von Eis und Schnee im Klimasystem und einer Veränderung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre auseinandergesetzt. Die unterschiedlichen regionalen Effekte werden diskutiert.
Im Rahmen meines Chemiestudiums, welches ich Anfang nächsten Jahres mit dem Master abschließen werden, habe ich bereits einiges an relevanter Forschung betrieben. Ich möchte die Themen an denen ich geforscht habe vorstellen um einen Einblick zu geben, was während eines Chemiestudiums schon so alles möglich ist. Gleichzeitig werde ich meine Erfahrungen mit dem Chemiestudium vorstellen, um vielleicht einigen Schüler*innen bei ihrer Entscheidung eines möglichen Chemiestudiums zu helfen.
Benötigte Vorkenntnisse: Ein gewisses chemisches Verständnis hilft evtl. die Forschungsthemen besser zu verstehen, ich werde jedoch versuchen den Vortrag möglichst verständlich zu gestalten.
Referent: Prof. Dr. Stefan Buhmann – Universität Kassel
Alter der TeilnehmerInnen: Mittelstufe/Oberstufe
Kurzbeschreibung: In unserer Alltagswelt gibt es Zufall überall dort, wo wir nicht so genau hinschauen, wie zum Beispiel beim Mischen eines Kartenspiels. In der mikroskopischen Quantenwelt hingegen lässt sich Zufall auch durch extrem genaues Hinsehen nie ganz vermeiden. Wir wollen anhand von Beispielen aus dem Bereich von Glücksspielen die Bellschen Ungleichungen verstehen, mit denen man prüfen kann, ob es sich um normalen Zufall aus dem Alltag oder Quantenzufall handelt. Zur Onlineteilnahme an diesem Angebot sollte ein Skatspiel bereit gehalten werden.
Referent: Dr. Henning Huckfeldt – Carl Zeiss SMT GmbH
Alter der TeilnehmerInnen: Mittel- und Oberstufe
Kurzbeschreibung: Die aktuellen und zukünftigen Computerchips mit höchster Performance basieren auf der EUV-Lithographie (Extrem UltraViolettes Licht). Im Vortrag sollen die Lithographie und die zugehörigen Grundlagen der Optik vorgestellt werden, um anschließend den technologischen Aufwand und die Methoden vorzustellen, die heutzutage notwendig sind.
Benötigte Vorkenntnisse: Vorkenntnisse zur Optik sind empfehlenswert
Referent: Prof. Dr. Hendrik Hildebrandt – Ruhr-Universität Bochum
Alter der TeilnehmerInnen: Oberstufe
Kurzbeschreibung: Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viel das Universum wiegt? Macht diese Frage überhaupt Sinn? Gibt es dazu theoretische Vorhersagen, die sich mit astronomischen Beobachtungen überprüfen lassen? Mit modernen Großteleskopen vermessen Kosmologen den Himmel und bedienen sich dabei des sogenannten schwachen Gravitationslinseneffekts. Anhand winziger Verzerrungen, die man in den Abbildungen von weit entfernten Galaxien feststellen kann, wird die mysteriöse dunkle Materie sichtbar gemacht. Daraus lässt sich die Gesamtmasse des Universums und deren Verteilung abschätzen. Diese Messungen lassen sich mit Messungen des kosmischen Mikrowellenhintergrunds, der das Universum kurz nach dem Urknall abbildet, vergleichen. Das äußerst erfolgreiche Standardmodell der Kosmologie macht direkte Aussagen darüber, wie diese beiden Beobachtungen zusammen hängen. Neueste Resultate zeigen eine Diskrepanz zwischen diesen Methoden auf, die sich zu einem ernsthaften Problem für das Standardmodell auswachsen könnte. Eine mögliche Lösung dieses Problems wäre der Abschied von Einsteins kosmologischer Konstante und der Einführung einer sich zeitlich verändernden dunklen Energiekomponente.
Alter der TeilnehmerInnen: öffentlicher Vortrag, alle Altersstufen
Kurzbeschreibung:
Mikrokosmos – Makrokosmos. Die Welten, zwischen denen wir leben
Die Welt des Kleinsten und die Welt des Größten, wie sehen sie aus und wie hängen sie zusammen?
Berechnet man mit den Gesetzen des Mikrokosmos die Eigenschaften des Makrokosmos, so erhält man die größte Diskrepanz zwischen Messung und Theorie, die es wohl jemals im gesamten Universum gegeben hat: 120 Größenordnungen. Was stimmt da nicht?
Referentin: Carolin Liefke – Haus der Astronomie, Heidelberg
Alter der TeilnehmerInnen: Ab Mittelstufe
Kurzbeschreibung: Unsere Sonne ist ein äußerst dynamischer Himmelskörper: Sonnenflecken auf ihrer Oberfläche kommen und gehen innerhalb weniger Tage, in einem Zyklus von 11 Jahren treten sie mehr oder weniger stark gehäuft auf. Riesige Gaswolken, die Protuberanzen, steigen innerhalb von Minuten über der Sonnenoberfläche auf. In unregelmäßigen Abständen werden außerdem in Helligkeitsausbrüchen gewaltige Energiemengen frei. All diese Phänomene werden unter dem Begriff Aktivität zusammengefasst. Zwar lassen sie sich leicht mit geeigneten Teleskopen beobachten, allerdings sind dabei systematischen Betrachtungen wie Langzeitmessungen und dem Einbeziehen von Daten fernab des sichtbaren Spektralbereichs enge Grenzen gesetzt. Die Software JHelioviewer bzw. deren Webapplikation ermöglicht den interaktiven Zugriff auf die Archive verschiedener Satellitenmissionen zur Sonnenbeobachtung und damit auch den Ursachen der Sonnenaktivität auf den Grund zu gehen.